Das Wesentliche aus meiner Sicht
Ich bin schon oft gefragt worden was man denn mit unseren Bulldoggen
so alles machen kann.
Zum einen möchte ich ganz klar stellen das der Continental Bulldog zwar ein
gesunder, oder soll ich besser sagen gesünderer Bulldog ist wie so manch
anderer Bulldog.
Dennoch: Der Continental Bulldog ist und bleibt ein Bulldog!!!!
Der Conti hat einen kompakten, aber für einen Hund seiner Grösse,
schweren Körper. Selbst wenn er schlank gefüttert ist und gut austrainiert ist
bleibt er ein schwerer Hund.
Der Continental Bulldog ist nicht für Fahrradtouren, Distanzritte neben dem
Pferd oder gar Hindernislaufen bei diversen Sportarten geeignet.
Das mag so manchen jetzt vielleicht befremden, weil wir doch sagen er sei so
Agil und Gesund.
Das sind unsere Contis ja auch, doch wenn man Ihn Anatomisch mit einem
"normalen" Hund vergleicht, schneidet er schlechter ab.
Sein Brustkorb ist immer noch breiter als der Elypsenförmige Brustkorb eines
Schäferhundes oder eines Dalmatiners.
Er hat stämmigere Beine und breitere Hüften.
Sein Kopf ist breiter und sein Hals kürzer.
Ein Bulldog wie unser Ikon, kommt bei einer Grösse von 45 cm auf gut 27 kg.

Ein Vergleichbar grosser Hund, einer anderen Rasse, würde da als ziemlich
Fett gelten.
Darum ist es bei unseren Bulldoggen auch so wichtig sie vor dem
ersten Lebensjahr, im Gewicht eher schlank zu halten.

Sieht vielleicht für so manchen Contibesitzer nicht sehr attraktiv
aus, macht aber Sinn.
Keinem jungen Hund, egal welcher Rasse, tut es gut wenn er zu Dick ist.
Weder in der Jugend noch im Alter, noch irgendwo dazwischen.
Leider gibt es immer noch Menschen die das nicht verstehen und
der Hund leidet, spätestens im Alter.
Arthrosen, Verschleiss der Gelenke, Bandscheibenvorfälle, Herz- Kreislauf,
Sehnen und Bänder. All das leidet unter einem zu hohen Gewicht.
Ein kleines Rechenbeispiel:
Ein Mann mit 70 kg Normalgewicht gilt mit 84 kg schon als Fettleibig.
20 % Mehrgewicht gringt dieser Mann dann auf die Waage. 2o L Milch.
Mehr als ein Sack Hundefutter.
Wenn nun ein Conti mit 25 kg Normalgewicht 20% mehr auf die besagte
Waage bringt....... sind das NUR 5 kg.
20 % sind nur 5 kg.Die Auswirkungen auf das ganze Skelett und
den gesamten Hund hier zu beschreiben würde den Rahmen hier sprengen.
Es sollte auch nur dazu dienen zu verdeutlichen was bei einem zu dicken Hund
passiert.
Zurück zu unseren Contis:
Also ich sage immer, halte mich selber auch daran, ein schlanker Conti ist ein
glücklicher Conti.
Im ersten Lebensjahr unserer Hunde mache ich eigentlich nicht viel mit Ihnen.
Ich schaffe ihnen einen guten Start ins Hundeleben, spiele mit Ihnen.
Wenn ein Welpe mit 3 Monaten/10 bis 11 Wochen zu mir kommt wird erstmal
viel geschlafen, das fördert einen ausgeglichenen Charakter.
Ich baue Kontakt auf.
Das mache ich nicht indem ich sofort die ganze Verwandtschaft und den
Freundeskreis einlade.
Ich habe schon Freunde die den Welpen sehen dürfen
doch die haben selber Hunde,
welche sie nicht mitbringen und nur begrenzt mit dem Welpen zu tun haben.

Unsere Welpen schlafen in unserem Bett. Es wird gekuschelt und gekrault.
Am Tag wird der Garten erkundet und das Rudel ist ja auch noch da.
Das ist viel für so einen Grashopper. Dann achte ich auf die Ernährung.
Ich wähle eine Mischung aus gutem Futter(wir füttern Josera)und Frischkost.
Fleisch, Quark, Hüttenkäse, Obst und Gemüse.
Unser Futter hat nicht über 25% Proteingehalt, Frischfleisch liegt sogar
bei 20 bis 22%.
Diese Basis erlaubt es mir das Gewicht meines jungen Contis, als auch bei
meinen Adulten Tieren, sehr gut zu regulieren.
Auch hier schneide ich das Thema nur am Rande an, zu lang....
Dann achte ich auf die Gesundheit, alle meine Hunde werden auch als Adulte
Tiere regelmässig entwurmt und geimpft.
Wir haben schliesslich keine Sterile Welt und die guten Contis nehmen gerne
mal Scheissdreck( um im Umgangssprachlichen zu bleiben) auf.
Sie trinken Wasser aus Pfützen, Bächen, Teichen, abgestandenes aus Eimern
etc.
Nun kommt die generelle Bewegung ins Spiel, die ersten Wochen sind
Gassirunden eigentlich nur sporadisch angesetzt.
Maximal 10 bis 15 Minuten laufen die Kleinen am Stück. Die Muskeln,Sehnen,
Bänder und Knochen sind für diese Belastung einfach noch nicht ausgelegt.
Sie sollen schliesslich ein ganzes Contileben lang halten, darum ist
Treppenlaufen und Sofahüpfen auch Tabu.
Woweit man das regulieren kann und der Zwerg nicht zu schwer wird, lohnt
sich der Aufwand ganz sicher.
Nun also wird der Kleine Welpe mit der Zeit ein Agiler Junghund und man
denkt, der ist garnicht mehr zu stoppen.
Der Halbstarke erkundet die Welt, hat Energie für 100 und man hat das Gefühl,
dieses Energiebündel bringt nichts zur Ruhe.
Doch tut es, denn mit gut 6 Monaten sind die Kleinen zwar schon recht
Gross, aber immer noch ist der Körper nicht reif für lange Strecken,
nun ist es Zeit mit dem Halbstarken zu arbeiten.
So Lernwillig wie Sie nun sind, kann man Ihnen allerlei beibringen.
Das Sitz, das Platz, Ball bringen, Suchspiele, konzentriertes Arbeiten.

Das Alles kann man mit Ihm machen.
Ein Bulldog ist beileibe nicht dumm.
Er will gefordert werden, er braucht Grenzen und Konsequenz.
Dieses konzentrierte Arbeiten hat nämlich einen grossen Vorteil.
Man arbeitet mit dem Kopf und schont damit die Gelenke.
Der ausgewachsene Bulldog dankt es mit einem Gesunden Körper.
Ach ja und die Bindung zum Meister, die wird auch ganz Stark.
Ab dem 7/8 Monat kommt dann die Geschlechtsreife und die Pupertät.
Wenn man bis dato also viel Bindung aufgebaut hat und die eigene
Konsequenz auch trainiert ist, dann sollte man einfach dabei bleiben.
Denn nun kann man den Hund auch körperlich mehr fordern.
Die Spaziergänge verlängern, denn die Bänder und Sehnen werden durch
die Hormone nun stärker.
Zu beachten ist das die Bänder und Sehnen in der Läufigkeit bei den Hündinnen
weicher werden. Darum sehen die Mädels oft so
Schwabbelig aus, das vergeht wieder, Futter reduzieren in der Zeit ist auch
zu raten, 10 % weniger Futter und die Hündin mehr bewegen.
Das Vermindert das Risiko einer Scheinträchtigkeit.
Nun ist unser Conti also ein Teenie, er ist fast 1 Jahr alt und sollte bis dahin
immer noch weniger wiegen wie seine Mutter und Vater, nicht zusammen
sondern im Durchschnitt.
Die Muskelmasse kommt bei einem Bulldog, der Spätentwickler ist, erst mit ca.
2 Jahren.
Der Körper unseres Bullies ist nun schon Kräftig, drahtig und er ist
Gassirunden von ca. 1 Stunde gewöhnt, er geht in die Hundeschule und hat
Hundekollegen.

Eigentlich kann man nun alles mit Ihm machen, Ihn mehr auftrainieren.
Unsere eigenen Contis können locker Wanderungen von 3 bis 4 Stunden mit
Pausen laufen.
Einen Tag am Bodensee mit uns Verbringen, Ballspiele und Stockspiele sind
kein Problem.
Treppen laufen sie langsam ab ca. 6 Monaten, am Geschirr geführt.
Sie kennen alles und haben gelernt nichts vom Boden zu nehmen.
Sie sind angenehme Begleiter, teilen Ihren Garten gerne mit uns, wenn
wir mal Sonnenbaden möchten leisten Sie uns gerne Gesellschaft.
Sie kennen auch Kinderwagen und Co. so das sie auch das könnten.
Sie Leben mit uns, passen sich uns an und sind einfach Gesellschaftsconti.
Der Continental Bulldog ist kein Hund für Extremsportler und
Bewegungsfreaks.
Sie sind gerne mit uns zusammen aber brauchen keine 5 Stunden Aktion
am Tag um zufrieden zu sein. In der Hundeschule zu trainieren tut Ihnen gut.
Sie spielen für Ihr Leben gerne, darum sind sie gerne mit Hundekollegen
zusammen.
Also was kann man mit dem Conti machen????
Alles wenn er es beigebracht bekommt.Wenn er trainiert ist kann er 3 bis 4
Stunden spazieren wandern.
Er kann konzentriert und ordentlich auf dem Platz arbeiten.
Er mag Spiele mit seinem Meister.
Ein Bulldog gehört aber nicht ans Fahrrad, für lange Distanzen neben ein Pferd,
oder als Dekostück ins Haus.
Genausowenig gehört ein Continental Bulldog in einen Zwinger.
Auch Mannarbeit und das sogenannte "Scharf machen" ist Verboten.
Der Conti würde es als Spiel ansehen aber das ist es nicht.
Nicht nur das es Ihm Gesundheitlich Schaden zufügt.
Denn eins ist Der Continental Bulldog allemal nicht:
Ein Prestigeobjekt.
Der Continental Bulldog mag nicht so aussehen doch er ist sensibel und
feinfühlig.
Er reagiert mit feinen Antennen auf seine Umwelt, schliesst sich seinem Herrn
eng an.
Man darf niemals Vergessen das es wir Menschen sind, die eine Rasse
züchten.
Wir mögen das Aussehen dieser Hunde, die Falten und der runde Kopf.
Er lässt unsere Contis grimmig aussehen, doch im Herzen sind sie
Butterweich.
Sie brauchen Ihre Familie und sind einfach gern dabei......

Hier ist die Kleine Aline mit unserer Nete.....

Atlanta wie immer mitten drin.....

Die Rassen der Hunde sind von uns Menschen
zu Ihrer Hilfe gezüchtet worden, nun liegt es
an uns Menschen dieser Verantwortung auch
Sorge zu tragen.
Kein Rassehund hat sich sein Aussehen selber
ausgesucht........
Ein schöner Satz.................
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist
für Augen unsichtbar.

Hier ein Welpengerechtes Transportmittel, bei langen
Gassirunden mit den Grossen
darf der Welpe mit, aber nur im Rucksack vor dem Bauch.
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